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Freitag, 19. Oktober 2012

18.10. Wenn bei Capri die rote Sonne…

Ach ja, so schön kann das Leben sein, wenn auch selten vollkommen. Auch heute nicht. Ungefähr 10 Minuten mehr bzw. ein zu umfahrender Felsvorsprung der Amalfiküste weniger wären nötig gewesen, um den vollkommenen Sonnenuntergang mit Blick auf Capri genießen zu können. Aber nahezu vollkommen war es schon, und so schön kitschig ;-) Seht selbst:

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P1010359 Isses nich schööön…?

Nun endlich ist es soweit. Wir haben tatsächlich einen Campingplatz gefunden und konnten das erste mal während der Reise unsere Zelte aufbauen. Die richtige Reihenfolge ist dabei zu beachten:

P1010363 1. Stromversorgung sicherstellen

P1010365 2. Zelt darüber bauen

P1010368 3. Kai mit Zelt und Motorrad fotografieren

Vielleicht hatten wir nur Glück, dass wir hier am Golf von Neapel so schnell einen geöffneten Zeltplatz finden konnten. Wir denken aber, dass der Oktober für spontanen Campingurlaub auf Sizilien nicht mehr so gut geeignet ist, das italienische Festland weiter nördlich wohl eher.

Was sonst noch passierte:

Wir haben toll geschlafen! Das lag nicht so sehr an den zweifelsohne komfortablen Betten unserer Luxusbleibe, als vielmehr an der Möglichkeit, in getrennten Zimmern schlafen und! die Tür zwischen den Zimmern verschließen zu können. Wer jemals Kai und vor allem mir beim Schlafen zuhören durfte, weiß warum uns die letzte Nacht so gut tat :-)

Gut ausgeschlafen nahmen  wir Abschied von Sizilien mit einem Frühstück auf der Fähre zum italienischen Festland über die Strasse von Messina.

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Dann galt es, “Kilometer zu machen.” Wir haben nur noch 3 Tage bis uns der Autozug in Triest nach Berlin abholt. Auch wenn – so mittlerweile unsere Überzeugung – sich ganz Italien durch den Apennin als Eldorado für Motorradfahrer gibt, mussten wir natürlich Prioritäten setzen. Die heutige hieß: Costiera Amalfitana – die berühmte Amalfiküste, von der man sagt, sie wäre die schönste Küstenstraße der Welt… Nun ja, schön ist bekanntlich relativ. Wir waren jedoch sehr beeindruckt. Allerdings benötigt man deutlich mehr Zeit und vor allem unterschiedliche Tageszeiten wegen des Sonnenlichts, um die geballte Schönheit dieser Küste auf sich wirken lassen zu können. Ein Bikerparadies im Sinne von Kurventräumen wie Teile der kroatischen Jadranska ist sie jedoch ganz bestimmt nicht! Dazu herrscht zu viel Verkehr und die Straße ist zu eng. Fürs Auge wird jedoch alles geboten.

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Die Sonnenuntergangsfotos oben sind übrigens auch auf der Amalfitana entstanden.

Hier noch ein paar Eindrücke von unterwegs (Messina – Salerno, größtenteils auf der Autobahn)

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Wo die Fotos entstanden sind, lässt sich sehr komfortabel auf der gefahrenen Route vorfolgen.

Ein toller Tag mit krönendem Abschluss:

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Hier die gefahrene Route mit Fotos.

Ach ja, die Temperaturen liegen im Schnitt so um die 22 Grad, 27 hatten wir auch schon :-)

Sonntag, 12. August 2012

3.-6.8.2012 Einmal Schwarzwald und zurück


Das Wochenende hatte ich schon längere Zeit im Visier. Band und Familie wollten nichts von mir. Wenn nun noch das Wetter mitspielen würde, stünde einer verlängerten Wochenendtour nichts im Wege. So kam es, wie es kommen sollte, Danke Petrus! “Wohin?” war nun die eine Frage, die andere: “mit wem?”
Das Angebot von meinem Freund Hubert, an einer 3000km-4-Tages-Ostseeteilumrundung teilzunehmen, lehnte ich aus 3 Gründen ab: zu wenig Kurven, zu viele Geraden und vor allem zu wenig Kurven.
Alle anderen freund- und verwandtschaftlich verbundenen Biker hatte andere Pläne, also war schon mal die zweite Frage beantwortet: ich s/wollte allein fahren. 3 Fahrtage reichen gut für 1500 km, so dass bei einem Schnitt von 500 km pro Tag auch etwas Zeit zum Innehalten für Natur und Sehenswürdigkeiten bleiben sollte.
Der Autoreisezug kam ins Spiel und so die Idee für die Tour: Neubrandenburg-Thüringen-Schwarzwald-nördliche Alpen-München-Berlin (mit dem Zug)-Neubrandenburg. Geile Aussichten :-)
Hier ein paar Eindrücke der Reise in Bild und Wort:

1. (halber) Tag Neubrandenburg nach Riechheim (Thüringen) – Donnerstag, 2.8.

P1000588  (leider sonnenloser) Blick auf die Burg Wendelstein bei Memleben a.d. Unstrut, Memleben selbst ist ebenfalls u.a. wegen der Klosterruine / Kaiserpfalz eine Reise wert, dazu war heute keine Zeit mehr. Ich komme wieder…
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“Napoleondenkmal” bei Mönchenholzhausen an der B7 zwischen Weimar und Erfurt
P1000597  Fast “zu Hause” – ca. 5 km vor Riechheim, dem Dorf meiner Kindheit, Mutti und Vati warten schon mit dem typischen “leckersten Abendbrot aller Zeiten”

3.8. der Schwarzwald ruft (von Thüringen über Rhön, Spessart und Odenwald in den nördl. Schwarzwald)

gefahrene Strecke      Fotoalbum
Bruder Kai’s  familiäre Verpflichtungen zwangen ihn zum Urlaub an die Ostsee. Immerhin nahm er sich den Freitag für mich frei, die Seereise mit Familie begann erst am Samstag. Er tut mir schon ein wenig leid, der Arme ;-)
Jedenfalls begleitete er mich zur Wasserkuppe in der Rhön. Dort trennten sich nach einem Mittagsimbiss am Segelflugplatz unsere Wege und mich noch knapp 300 km vom Tagesziel: Nordschwarzwald.
Die traumhafte Strecke führte Maggie (meine Sprint ST) und mich durch Rhön, Spessart und Odenwald.
P1000602  Abfahrt bei Kai
An der Wasserkuppe:
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Unterwegs in den Schwarzwald:
P1000615  die Rhön
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Burg Rothenfels am Main. Wieder mal eine top Location für eine Jugendherberge
P1000627  Rast bei Freudenberg am Main
P1000632 P1000634  Starkes Stück! Gut daß ich hier am Freitag vorbeikam. Andernfalls hätte ich gut 10 km zurückfahren und mir eine Umleitung suchen dürfen. Frechheit, diese Sippenhaft. Hubert (Freund und motorradbesessener Rechtsanwalt - a.d.R.) sollte da mal was gegen tun!
Die Jugendherberge in Pforzheim war schnell dank Internet und Telefon gebucht. Ein Einzelzimmer für 28 € in bester Lage im Süden von Pforzheim.

4.8. Von Nord nach Süd durch den Schwarzwald

Fotoalbum    gefahrene Strecke
Gut gestärkt und ausgeschlafen kann es losgehen. Die Vorbereitung einer Reise ist essentiell für den Spaß unterwegs. Nichts ist ärgerlicher, als zu Hause festzustellen, was man alles nicht gesehen hat, aber hätte sehen können, wenn man besser geplant hätte. Bei der Planung der Schwarzwalddurchquerung war mir ein Bikerkollege mit seiner Website ein große Hilfe: Rudi Przybylski alias Motorrad-Rudi. Danke, Rudi! Auch die armen mit Geld gezwungenen Landentdecker (auch Redakteure genannt) diverser Moppedzeitschriften lieferten guten Input.
Die “Rote Lache” bei Forbach als Motorradstreckenhighlight wird meiner Meinung nach überbewertet, da haben meine Räder im Schwarzwald Schöneres erfahren. Ein Foto gibt es auch nicht. Leider sind die ersten Fotos des Tages durch einen technischen Defekt nicht mehr zu retten gewesen :-(
Aber ich war da.

2012-08-04 10.32.30  Blick auf das Rheintal mit den Vogesen im Hintergrund. Hier habe ich einen Paragleiter beim Start beobachtet, gefilmt und fotografiert. Leider sind diese Aufnahmen auch im digitalen Himmel verschwunden. Aber ich schwöre: ich hab’s gesehen!
2012-08-04 11.04.01  P1000671
Die westliche zum Rhein abfallende Seite des Schwarzwalds beeindruckt durch traumhafte Panoramen und ebensolche Kurven.
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Kartenbild

Klosterruine Allerheiligen, tolle (An)lage unmittelbar am Kurvenparadies
P1000687  Auffahrt von Hausach zum Brandenkopfturm. Diese (südöstliche) Auffahrt zu diesem Aussichtsturm nutzt wohl kaum jemand. Zumindest ist mir bis auf einen Trecker und ein paar Kühe nichts begegnet. Umso schöner :-)
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Brandenkopfturm: ein Höhepunkt im mittleren Schwarzwald auch für Biker. Traumblicke bis in die Alpen und die Vogesen
P1000712  Den höchsten Wasserfall Deutschlands bei Triberg habe ich mir nur angehört, 3,50 € für das visuelle Erlebnis war’s mir nicht wert. Als Rastplatz ist der obere Eingang aber gut geeignet…
P1000714  die hab ich mir auch nur von Weitem angeguckt, war in meiner Vorstellung bei der Tourenplanung wesentlich spannender (weltgrößte Kuckucksuhr in Schonach)
P1000718  Die Feldberg-Passstraße ist mit 1233 m schon ganz schön hoch für ein Mittelgebirge. Der Feldberg selbst thront mit 1493 m übrigens als höchster Berg aller deutscher Mittelgebirge über dem Schwarzwald. Angeber! Das Foto von oben (Parkplatz am Feldberg) fand ich nicht so spannend, deshalb gibt’s das hier auch nicht…
P1000720  Der Südschwarzwald ist schon etwas “alpiger”…
P1000722  geile Kurve :-)
P1000723  Blick über den Schluchsee um 17.45 Uhr
Eie dreiviertel Stunde später gegen 18.30 Uhr bei Stühlingen ganz im Süden an der schweizerischen Grenze wurde mir doch etwas unwohl, als mir alle Jugendherbergen im 30-km-Umkreis kein freies Bett mehr anbieten konnten.
Aber dank Google(maps) wurde ich ca. 1 Stunde später fündig und mit einem Glückstreffer belohnt:
In der Pension Gysi bekam ich für 32 € eine komfortable Unterkunft mit Frühstück und gratis Panoramablick geboten. Dicke Empfehlung!
2012-08-04 20.05.48
So schön kann Reisen sein :-)
5.8. auf in die Alpen
Ich bitte um Nachsicht, dass ich diesen Bericht nicht vervollständigen kann. Mir fehlen im Augenblick die Worte...                  Fotoalbum    gefahrene Strecke

Freitag, 6. Juli 2012

Doppelter Triumph im Harz, 23. und 24. Juni 2012


Nach 2 Wochen im Paradies (Malediven Urlaub mit Susi – “ach war das schön aufm Mondn”, Zitat vom Maulwurfn)) brauchte ich wieder was auf die Mütze, um zu mir zu kommen. Das Wochenende war wegen der Triumph Days in Neukirchen (Österreich) im Kalender gesperrt, das Wetter in den Alpen allerdings bikerunfreundlich vorhergesagt. Der Harz jedoch lockte derart mit Sonnenschein, dass weder Kai noch ich widerstehen konnten.
Also schnell die Unterkünfte klargemacht und mit Grinsen im Gesicht dem Freitag entgegengefiebert.
Ich werde manchmal gefragt, ob das denn so toll wäre, immer wieder die gleichen Straßen unter die Räder zu nehmen. Immerhin fahren wir seit einigen Jahren 3-4 Mal pro Saison in den Harz. Die Antwort: ja es ist toll, und zwar immer wieder. Allein die Vorfreude auf das Altbekannte: die Strecke fast ausschließlich über Nebenstraßen bis in den Harz, die Elbfähre in Sandau, die Übernachtung in Flechtingen, der Treffpunkt mit Kai am Samstag Punkt! 10 Uhr auf dem Kyffhäuser, das Mittagessen aus der Feldküche nahe Hohegeiß usw, Und als ganztägiger Höhepunkt setzt das Kurvenräubern im Harz dem Treiben die Krone auf. Ein Vergleich zur Verdeutlichung: Es ist wie mit dem Sex - immer das Gleiche, aber immer wieder geil :-)))
Im folgenden ein paar Eindrücke der Tour:
Diesmal habe ich mir die Zeit genommen und den Flechtinger Schlosssee umwandert, isses nich schön?
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Ohne Laudatio auf Flechtingen kein Harzreisebericht ;-)
Abendessen vor dem EU – Spiel Deutschland – Griechenland
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2012-06-22%252021.45.28  Ich habe fast alle Tomaten aufgegessen!
Am nächsten Morgen um 7 Uhr Frühstück mit Vorfreude, 5 nach halb 8 dann Aufbruch
P1000402  Kurz vor Quedlinburg

P1000403  Kai schaut aufs Regenradar: eine einzige Wolke über Deutschland… ;-(

P1000409  Bikerpause
Offensichtlich müssen wir (Kai und ich) ein gewisses Defizit anderweitig ausgleichen. So sind die folgenden Bilder entstanden: “Wenn schon nicht lang, dann wenigstens schräg!”
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2012-06-30%252016.19.09  Im Ergebnis der Hinter-
2012-06-30%252016.19.53  und Vorderreifen
Der Ersatz funktioniert :-)
Und hier der Ausklang (nahe der Jugendherberge Falkenstein)
P1000546  Da ist noch alles gut…
P1000554  hier auch noch
P1000555  hier nicht mehr
P1000562  und hier auch nicht, das Foto ist natürlich gestellt…
Am nächsten Morgen war alles wieder gut ;-)
Das Bruce-Springsteen-Triumph-T-Shirt habe ich von Kai und Familie zum Geburtstag bekommen, Danke schön!!!
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War wieder ‘ne schöne Tour :-)